Resveratrol

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Resveratrol ist ein Antioxidant, das gut in Alkohol und Öl und in Wasser gering löslich ist.

Antioxidantien (auch Oxidationshemmer) können die Oxidation empfindlicher Moleküle verhindern, also die Reaktion mit dem Luftsauerstoff oder anderen oxidierenden Chemikalien.

So sind Antioxidantien ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Muttermilch, sie wirken im Organismus des Babys als Radikalfänger. Freie Radikale sind kurzlebige, aggressive, sauerstoffhaltige Verbindungen. Sie haben ein freies Elektron und sind daher sehr reaktionsfreudig. Sie entreißen anderen Verbindungen ein Elektron oder geben eines ab, wodurch Kettenreaktionen ausgelöst werden und neue Radikale entstehen. Bestimmte Vorgänge in den Zellen können dadurch gestört und Substanzen, Zellmembranen und die Zellkerne geschädigt werden.

Das Antioxidant Resveratol, das zu den Polyphenolen zählt wurde erstmals 1940 aus den Blättern der weißen Lilie isoliert. Den höchsten Gehalt hat der japanische Knöterich „Polygonum cuspidatum“. Diese Pflanze ist sowohl in der traditionellen japanischen Pflanzenkunde unter dem Namen „Ko-jo-kon“ als auch in der indischen Ayurveda als „Darakchasava“ verbreitet. 1976 gelang dann der Nachweis von Resveratol in Weintrauben.

Internationale Bekanntheit erlangte Resveratrol jedoch erst in den 1990er-Jahren, vor allem als mögliche Erklärung für das Französische Paradoxon. Das Französische Paradox ist der Begriff für die Beobachtung, dass Franzosen trotz Alkoholkonsums (Rotwein) etwa drei Jahre länger leben als z. B. Deutsche oder Amerikaner.

Heutzutage hat man Resveratrol  in einer Anzahl von Pflanzen wie schon genannt in Knöterich und Weintrauben aber auch in Himbeeren, Maulbeeren und  Erdnüssen nachgewiesen. Besonders vorherrschend ist es aber in der Haut von roten Weintrauben.

Das Resveratol schützt die Pflanzen in den feuchten und anstrengenden Perioden. Biologisch wirkt hierfür das Molekül als Phytoalexin. Anders ausgedrückt: Resveratrol ist Bestandteil des pflanzeneigenen Immunsystems. Seine Hauptaufgabe ist der Schutz der Pflanze vor Pilz-, Bakterien- und Virusinfektionen sowie vor schädlichen Umwelteinflüssen wie UV-Strahlung, Ozonbelastung und Toxinen.

Resveratrol ist bis heute hoch interessant, wie eine in den letzten Jahren fast exponentiell zunehmende Zahl wissenschaftlicher Publikationen belegt. Mehr und mehr entpuppte sich die Substanz als eine „biologische Mehrzweckwaffe“ oder wie es in einer amerikanischen Veröffentlichung hieß, als das „Schweizer Armeemesser der Natur“.